Zu den zentralen Aufgaben des Architekten gehören sicherlich das Entwerfen und Planen. Und trotzdem vermarkten sich auch die besten Entwürfe nicht von alleine. Darin liegt der Unterschied zwischen hervorragenden Entwürfen und hervorragenden Architekturbüros.

Wirft man einen Blick auf die Internetpräsenz von Architekten, wird schnell deutlich, dass das vorhandene Potential bei weitem nicht ausgeschöpft wird. Obwohl es Architekten offensichtlich nicht an interessanten und anschaulichen Inhalten mangelt, sind Dienstleister anderer Branchen diesen oft um einiges voraus.

Wir möchten Ihnen nachfolgend die Chancen des Online-Marketings aufzeigen und Ihnen die verschiedenen Teilgebiete näherbringen.

Was ist Online-Marketing?

Das Online-Marketing umfasst im Grunde genommen alle Marketingmaßnahmen, die mithilfe des Internets ergriffen werden. Es wird hauptsächlich zur Neukundengewinnung, Kundenbindung und Markenbildung verwendet. Das Online-Marketing lasst sich wiederum in eine Reihe von Teilmärkten gliedern. Neben der eigenen Website, sind hier das Suchmaschinenmarketing und Social-Media-Marketing hervorzuheben. Neben geringen Streuverlusten, einer gezielten Überwachung der Werbeaktivitäten und verhältnismäßig geringen Kosten, besteht durch die Nutzung neuer Medien auch die Möglichkeit der Interaktivität.

Unternehmenswebsite

Der Einstieg in das Online-Marketing sollte über die eigene Unternehmenswebseite führen, die das Fundament für alle weiteren Marketingkanäle bildet. Gerade für potentielle Neukunden, sollte die Webseite in einer anschaulichen Weise über den Betrieb informieren und die Kontaktaufnahme fördern.

Eine gute Website hängt von vielen Faktoren ab. Wir wollen hier jedoch auf die Präsentation Ihrer Projekte eingehen. Studien haben nämlich gezeigt, dass bei der Suche nach dem passenden Baupartner, neben Empfehlungen gerade auch Referenzprojekte eine zentrale Rolle einnehmen.

Legen Sie deshalb ein besonderes Augenmerk auf die Darstellung Ihrer Arbeiten. Natürlich sind hier ausreichend viele Aufnahmen das A und O. Aber auch spannende Projektbeschreibungen können den Unterschied machen. Vermeiden Sie lange Texte und zeigen Sie konkret auf, welche Probleme gelöst wurden und wie Sie dabei vorgegangen sind. Weiter ist der Einsatz von Kundenstimmen zu empfehlen. Setzen Sie diese gezielt ein, um Unsicherheiten abzubauen und potentielle Kunden von Ihren Stärken zu überzeugen. Büros, die mit ihrer Aktivität gerade erst begonnen haben, können mit Entwürfen bzw. professionellen Visualisierungen werben.

Anschaulich und überzeugend präsentiert das dänische Büro Effekt seine Projekte.

Screenshot: www.effekt.dk

Suchmaschinenwerbung (SEA)

Als Teilbereich des Suchmaschinenmarketings (SEM), umfasst die Suchmaschinenwerbung (SEA) den Einsatz bezahlter Werbeanzeigen, die in den Suchmaschinen meist noch vor den organischen Suchergebnissen ausgespielt werden. Anders als bei der Suchmaschinenoptimierung (SEO), die eine starke Positionierung bei den organischen Suchergebnissen anstrebt, erhalten Sie bei der Suchmaschinenwerbung die Chance auf einen Exklusivplatz.

Die häufigste Wahl in Sachen SEA ist Google AdWords. Das System erlaubt das gezielte Schalten von Werbeanzeigen auf den Ergebnisseiten aber auch auf zahlreichen Websites aus dem Google-Netzwerk. Dies erfolgt über den Einsatz von sogenannten Keywords. Es gilt daher solche Schlagworte zu identifizieren, die Suchende mit ihrem Betrieb in Verbindung bringen. So werden Bauherren nach Architekten oder Architekturbüros in ihrer Region Suchen (z.B. „Architekten in München“).
Neben geringen Streuverlusten zeichnet sich Google AdWords auch durch sein Abrechnungsmodell aus. Denn gezahlt wird erst dann, wenn die Anzeige auch tatsächlich angeklickt wurde. Damit keine unerwarteten Kosten entstehen, lässt sich ein monatliches Budget definieren. Der Preis pro Klick hängt von der Beliebtheit der gewählten Schlagworte ab und wird in einer Art Versteigerung ermittelt.

Google My Business

Ebenfalls zu empfehlen ist der Einsatz von Google My Business. Dabei handelt es sich um kostenlose Business Einträge für Ihr Unternehmen, die Ihnen bereits begegnet sein sollten. Neben Unternehmensinformationen, wie der Anschrift oder den Öffnungszeiten, haben Kunden die Möglichkeit Rezessionen abzugeben.

Zunehmend greifen Bauherren bei Ihrer Suche auch auf Google Maps zurück. Durch My Business wird Ihr Unternehmen in Verbindung mit bestimmten Schlagwörtern auch bei der Kartensuche angezeigt. Anders als bei der allgemeinen Suche, kann sich der Bauherr hier schnell einen Überblick über in seiner Region ansässigen Betriebe machen und diese miteinander vergleichen.

Soziale Netzwerke

An immer mehr Bedeutung gewinnt auch der Einsatz von sozialen Medien. Die Frage welches Netzwerk für Sie das richtig ist, hängt entscheidend von Ihrer Zielgruppe und den verfolgten Zielen ab. Wir sehen vor allem in den Diensten Facebook und Instagram großes Potential.

Facebook

Ähnlich wie auf der Unternehmenswebseite, kommt es auch bei Facebook auf die Inhalte an. Versetzen Sie sich also in Ihre Zielgruppe hinein und versuchen Sie für diese einen Mehrwert zu schaffen. Bei Facebook können ganz unterschiedliche Formate zum Einsatz kommen. So können Sie neben Bildern, Videos und Status-Meldungen zu Ihren letzten Projekten auch über Ihre neusten Blogbeiträge aufmerksam machen.

Weiterhin bietet Facebook Ihnen die Chance, mit Ihrer Zielgruppe in Kontakt zu treten und mit dieser zu interagieren. Machen Sie davon Gebrauch, in dem Sie Ihre Fans beispielweise zu Feedback aufrufen. Schließlich genießen Beiträge, bei denen ein Blick hinter die Arbeitskulissen gewährt wird, große Aufmerksamkeit. So können Sie über Ihre Zusammenarbeit als Team informieren und wirken gleichzeitig persönlicher.

Vergleichbar mit Google, bietet auch Facebook das Schalten von Werbeanzeigen zu vernünftigen Preisen. Mit Targeting-Methoden können Zielgruppen auf Basis von demografischen Daten, ihrem Standort, ihren Interessen und ihrem Verhalten bestimmt werden. Die Abrechnung erfolgt ebenfalls nach der Pay-Per-Click-Methode, wobei die Kosten das im Vorfeld definierte Budget nicht überstreiten. Wir empfehlen in den ersten Monaten mit kleinen Beträgen zu beginnen und das Budget nach Erfolg anzupassen.

Instagram

Eine weitere Plattform, die wir Ihnen empfehlen, ist Instagram. Hier steht vor allem das Teilen von Fotos im Vordergrund. Auf die Bedeutung der richtigen Projektpräsentation wurde bereits im Bereich der Unternehmenswebseite eingegangen. Diese kann durch die Nutzung von Instagram erweitert werden.

Im Gegensatz zur Ihrer Website können Sie deutlich ungezwungener auftreten. Bei den Bildern muss es sich nicht zwingend um professionelle Aufnahmen handeln. Viel wichtiger ist es, mit den Aufnahmen Emotionen zu wecken. Zudem bietet es sich auch bei Instagram an, Interessenten einen Blick hinter die Kulissen zu gewähren. Auf erfolgreichen Profilen finden sich so Aufnahmen von Teambesprechungen, Designstudios oder veranstalteten Events.

Um von Interessenten schneller gefunden zu werden, empfehlen wir Ihnen das Einsetzen der richtigen Hashtags. Ganz ähnlich wie bei den Keywords, sind hier Schlagwörter ausfindig zu machen, für die sich potentielle Kunden interessieren. Schließlich ist es hilfreich, hin und wieder gefeatured oder empfohlen zu werden. Machen Sie sich also auf die Suche nach Profilen, die regelmäßig über aktuelle Architekturprojekte berichten und scheuen Sie sich nicht, diese direkt auf Instagram zu kontaktieren und nach einem Feature zu fragen.

Piano with a view

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Der Architekt Bjarke Ingels nutzt Instagram, um seinen Fans Blicke hinter die Kulissen zu gewähren.

Fazit

Um sich von Wettbewerbern abzuheben und auch in Zukunft an spannende Projekte zu gelangen, kommen Sie an einem gut durchdachten Online-Marketing nicht vorbei. Wir hoffen, dass wir Ihnen einen hilfreichen Einblick in das Themengebiet geben konnten und raten Ihnen, sich intensiv mit diesem auseinanderzusetzen. Setzen Sie sich bei der Konzeption intensiv mit Ihrer Zielgruppe auseinander und wagen Sie sich neues auszuprobieren.

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